Was genau sind Einnahmen im Dorfgarten?

Ein Dorfgarten-Betrieb hat keine Einnahmen. Das macht vieles leichter. Natürlich nimmt er Zahlungen entgegen für seine Produkte und Leistungen. Doch das eingenommene Geld gehört nicht ihm, sondern allen im Dorfgarten, weil er es nicht braucht. Alles, was Dorfgarten-Betriebe brauchen, einschließlich aller Einkommen der Leitung und der Mitarbeiter, erhalten sie als Kredit, der von der Gemeinschaft sowohl gewährt als auch getilgt wird.

Dementsprechend bilden alle Zahlungen, die ein Betrieb von den Beziehern seiner Leistungen erhält, einen Fluß aus lauter ungleichen Tilgungszahlungen. Wenn dieses Geld im Betrieb bleibt, um wieder investiert zu werden, was in der Regel so sein wird, dann handelt es sich jedesmal um einen neuen Kredit durch Selbstkreditierung.

Von außen ist auf den ersten Blick kein Unterschied zum gewohnten Cashflow in Unternehmen zu entdecken. Es ändern sich nur die Kontenbezeichnungen. Die Konten für die Ausgaben heißen Kreditkonten und die Konten für die Einnahmen Tilgungskonten. Es genügt auch sich diese Änderungen nur vorzustellen.

Der Unterschied zeigt sich erst beim Jahresabschluss. Wenn dann die Tilgung den Kredit überwiegt handelt es sich um einen Tilgungsüberschuss. Das ist der Idealzustand. Der Betrieb kann der Gemeinschaft mehr zurückgeben als er bekommen hat. Dadurch kommt Dynamik in den Dorfgarten. Mit dem Geld können entweder die Kredite von Betrieben oder Projekten ausgeglichen werden, deren Leistungen im allgemeinen Interesse unter den Kosten oder völlig kostenfrei zur Verfügung stehen sollen, oder es können neue Betriebe und Projekte kreditiert werden, wenn in der Summe die Überschüsse dafür ausreichen.

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